Praxen für Psychotherapie

Alexandra
Schallau

Alexandra Schallau

Andreas
Baank

Anja
Aufermann

Michael
Schulze

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Alexandra
Schallau

Alexandra Schallau

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Alexandra Schallau

Simone
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Mit der modernen Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) hat sich in der Psychologie ein hoch effektiver Ansatz zur Bewältigung von psychischen Problemen und Krisen entwickelt. In zahlreichen internationalen Forschungsarbeiten hat sich gezeigt, dass die KVT sehr wirksam ist. Somit ist die KVT auch ein Therapieansatz, der eine fundierte Basis dafür liefert auch andere effektive therapeutische Methoden aus der systemischen Therapie, der Gesprächstherapie und der Hypnosetherapie zu integrieren. Je nach Bedarf können beispielsweise folgende Methoden zum Einsatz kommen: Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, imaginative Verfahren, Ressourcenförderung, Klärung lebensgeschichtlicher Zusammenhänge, konkrete Verhaltensübungen, Rollenspiele und Expositionsübungen.

Ähnlich wie medizinische Erkenntnisse nicht nur zur Heilung von Krankheiten, sondern auch zur Vorbeugung und zur Förderung des körperlichen Wohlbefindens genutzt werden, stellt die KVT zudem Mittel und Wege bereit, sich vor psychischen Problemen zu schützen und das allgemeine psychische Wohlbefinden zu fördern.

Kognitive Methoden sind grundsätzlich für jeden erlernbar. Ziel ist es, dass man in Zusammenarbeit mit einem Therapeuten seine eigene Therapeutin bzw. sein eigener Therapeut wird, um auch langfristig mit eigenen Ressourcen und Kompetenzen Probleme lösen zu können.

Bei welchen Problemen kann die KVT helfen?
Emotionale Probleme lassen sich grundsätzlich in zwei Bereiche unterteilen:

Depressive Stimmungen
Depressive Stimmungen sind durch Phasen von Niedergeschlagenheit und/oder Interesselosigkeit bzw. Antriebslosigkeit gekennzeichnet. Als weitere Merkmale sind häufig, jedoch nicht immer, folgende Symptome entweder einzeln oder in Kombination festzustellen:

  • Minderwertigkeitsgefühle
  • pessimistische Gedanken
  • vermehrtes Grübeln
  • Ängstlichkeit
  • Schlafstörungen
  • Energielosigkeit
  • erhöhter oder verminderter
  • Appetit (evtl. mit Gewichtszunahme bzw. -abnahme)
  • Unruhe
  • Schuldgefühle
  • Selbstmordgedanken

Die Depression wird mittlerweile als eine Volkskrankheit gesehen, weil zwischen 10 und 25% der Menschen mindestens einmal im Leben darunter leiden.

Ängste kommen in den unterschiedlichsten Variationen vor:
Panikattacken
Diese Attacken kommen ganz plötzlich wie aus heiterem Himmel (evtl. auch nachts!) und sind für die Betroffenen völlig unerklärlich. Kurzatmigkeit, Herzrasen, Herzstolpern, Brustschmerzen, Erstickungsgefühle, Atemnot, Todesangst oder die Angst, verrückt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren stellen eine enorme Qual dar.

Agoraphobie
Sie kommt häufig in Verbindung mit Panikattacken vor (muss jedoch nicht). Bei dieser Art von Angst vermeiden Menschen bestimmte Situationen. So gehen sie bspw. aus Furcht nicht mehr in Restaurants, Kinos, Theater, Kaufhäuser, Geschäfte etc. Es kann aber auch sein, dass bestimmte Tätigkeiten nicht mehr ausgeführt werden: Auto fahren, Sport, auf Feiern gehen etc.

Soziale Phobie
Bei sozialen Ängsten haben Betroffene Angst davor, mit anderen Menschen – vornehmlich Fremde oder sogenannte „Autoritätspersonen“ – in Kontakt zu treten. Sie befürchten dann, dass sie sich peinlich verhalten und von den anderen schlecht beurteilt werden könnten. Letztendlich kommen sie sich inkompetent, lächerlich, langweilig, störend etc. vor, so dass sie andere nicht belästigen oder im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen wollen (deshalb auch das Vermeiden von Partys, Konferenzen, sprechen vor anderen, essen in Gegenwart anderer usw.).

Zwangsstörung
Die Zwangsstörung ist durch Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Zwangsgedanken versetzen Patienten in Angst oder in starke Unruhe, weil sie Themen wie Krankheit, Infektionen, Aggressionen, Sex oder ähnliches zum Inhalt haben. Sie erleben die Gedanken als aufdringlich und unkontrollierbar. Oftmals schämen sie sich dieser Gedanken so sehr, dass sie sie anderen nicht mitteilen und so die ganze emotionale Last alleine tragen. Zwangshandlungen werden eingesetzt, um die Angst oder die starke Unruhe zu reduzieren.

  • Waschen
  • Kontrollieren von Elektrogeräten oder Türen
  • Ordnen
  • Wiederholen der soeben ausgeführten Handlung
  • Putzen
  • Zählen
  • Beten
  • Vermeiden von Situationen (z.B. nicht alleine sein mit dem Kind, aus Angst, ihm etwas antun zu können)
  • Zurückfahren, um zu kontrollieren, ob man keinen Unfall verursacht hat

werden für die Betroffen zu einer großen Belastung, die ihnen ein unbeschwertes Leben kaum noch ermöglicht und oftmals depressive Verstimmungen verursacht.

Allgemeine Angststörung
Es gibt Menschen, die sich um eine Vielzahl von Dingen sehr starke Sorgen machen. Diese Sorgen treten sehr häufig auf und lassen sich kaum bzw. gar nicht kontrollieren. Die Menschen können sich dann kaum noch entspannen und zeigen einige der folgenden Symptome:

  • Ruhelosigkeit
  • leichte Ermüdbarkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten, Leere im Kopf
  • Reizbarkeit
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen

Auch Angstprobleme sind sehr weit verbreitet: Ca. 20% der Bevölkerung leidet an mindestens einer Angstproblematik

Jeder 3. Bundesbürger klagt über Schlafstörungen. Damit zählt diese Problematik neben Rücken- und Kopfschmerzen zu den häufigsten psychosomatischen Beschwerden. Trotz dieser weiten Verbreitung ist die Versorgungslage nicht zufrieden stellend. Viel zu häufig wird viel zulange eine medikamentöse Behandlung durchgeführt. Damit wird jedoch nur das Symptom, nicht jedoch die Ursache der Schlafstörung behandelt. Ein- und Durchschlafstörungen sind selten das Ergebnis körperlicher Fehlfunktionen (z.B. unausgewogener Hormonhaushalt). Vielmehr werden sie in den meisten Fällen durch psychische Prozesse wie bspw. ständiges Grübeln, Resignation, Ärger, innerer Unruhe Angst oder Alpträume hervorgerufen. Werden diese Ursachen nicht fachkundig psychologisch bekämpft, bleibt die Schlafstörung trotz medikamentöser Behandlung nicht nur bestehen sondern nimmt im Laufe der Zeit zu.
Auch hier lassen sich wieder zwei grundsätzliche Unterscheidungen vornehmen:

Von einem Verhaltensexzess wird dann gesprochen, wenn eine Person bestimmte Handlungen zu häufig oder zu intensiv ausführt und dadurch in Schwierigkeiten gerät. Bei einem Verhaltensmangel entstehen die Probleme und Schwierigkeiten durch das Nicht-Ausführen bzw. durch das Zu-Wenig-Ausführen von Verhaltensweisen.

Beispiele für Verhaltensexzesse sind:

  • Alkoholmissbrauch
  • Medikamentenmissbrauch
  • Essattacken, die nicht kontrolliert werden können
  • häufige Wutausbrüche
  • „workoholische“ Lebensweise

Beispiele für Verhaltensmängel sind:

  • extreme Diäten/ restriktives Essen
  • Nicht „Nein“ sagen können
  • dauerhafter Rückzug von Menschen
  • Bewegungsmangel
  • eigene Bedürfnisse und Wünsche permanent zurückstellen
Krankheiten, die sich auf der körperlichen Ebene äußern, können durch eine psychologische Behandlung ebenfalls deutlich gelindert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob für die körperlichen Beschwerden eine medizinische Ursache eindeutig identifiziert werden konnte oder nicht. In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass Stress und emotionale Belastungen ungünstige Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit haben. Unser Körper reagiert auf das, was im Gehirn vor sich geht, so dass Gedanken und Gefühle unmittelbare Auswirkungen auf unser Herz-Kreislauf-System, auf unsere Immunabwehr und auf unser Muskel- und Gelenksystem haben und umgekehrt. Aus diesem Grund lässt sich eine medizinische Behandlung durch psychologische Maßnahmen optimieren – insbesondere dann, wenn Medizin und Psychologie eng kooperieren. So lassen sich z.B. nachweislich Erfolge bei den folgenden Beschwerden bzw. Krankheiten erzielen:

  • Migräne
  • Kopfschmerzen vom Spannungstyp
  • Rückenschmerzen
  • arterieller Bluthochdruck (auch essenzielle Hypertonie genannt)
  • Neurodermitis
  • Asthma
  • chronische Erschöpfung
  • Colitis ulcerosa
  • nicht organisch bedingte Erektionsprobleme

Erste Schritte in die Therapie

Uns ist es sehr wichtig, dass Sie sich vor Therapiebeginn sowohl von uns als auch von unserer konkreten therapeutischen Arbeit ein Bild machen können. Deshalb bieten wir ein oder mehrere Vorgespräche an, die Ihnen dabei helfen sollen sich für oder gegen eine Therapie zu entscheiden. In den Vorgesprächen können wir gemeinsam über Ihre Wünsche und Ziele sprechen, Fragen und eventuelle Bedenken oder Befürchtungen klären und Rückmeldungen darüber geben, ob wir Sie bei Ihren Themen vermutlich gut unterstützen können.

Dabei möchten wir ausdrücklich betonen, dass die KVT niemandem vorschreibt, wie er zu „funktionieren“ hat! Sie stellt lediglich Mittel und Wege bereit, diejenigen Mechanismen zu erkennen und zu verändern, die einen Menschen an seinem Wohlbefinden hindern. Ob diese Mittel jedoch genutzt und ob diese Wege gegangen werden, bleibt in seiner freien Entscheidung, die absolut respektiert und wertgeschätzt wird.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Die Dauer einer Behandlung lässt sich nicht genau bestimmen, da sie von der Art der Beschwerden und auch von anderen Faktoren abhängig ist. In vielen Fällen genügen 25-30 oder sogar weniger Sitzungen. Es kommt vor, dass mehr als 40 Sitzungen benötigt werden. Mehr als 60 Sitzungen werden nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

Wer trägt die Kosten?

Wenn Sie privat versichert oder Beihilfe berechtigt sind, werden in der Regel die Kosten der Behandlung übernommen.

Gesetzlich Versicherte können im Vorfeld einer Therapie versuchen, bei ihrer Krankenkasse eine Erstattung der Honorargebühren zu erwirken, in dem sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Kostenerstattung stellen. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Kosten der Therapie selbst zu tragen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.